Projekt
Fak. 3 - Technik

Weiterbildung im Prozess der Arbeit für Fachkräfte der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg (WAP)
Status:abgeschlossen
Kurzinhalt:Das Projekt Weiterbildung im Prozess der Arbeit (WAP) wird aus Mitteln der Zukunftsoffensive Junge Generation des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg gefördert. Der Projektträger ist die AgenturQ, eine gemeinschaftliche Einrichtung aus Südwestmetall und IG Metall Baden-Württemberg. Die wissenschaftliche Begleitung übernehmen das Institut Technik und Bildung (ITB) und die Pädagogische Hochschule Heidelberg (PH).
Ziel des Projekts ist es, die berufliche Weiterbildung sowohl quantitativ als auch qualitativ zu verbessern und auch jenen Erwerbstätigen zu ermöglichen, die früher nicht im Fokus von Weiterbildungsmaßnahmen standen (An- und Ungelernte). Eine höhere Ausschöpfung der Arbeitsprozesse für das lebenslange und insbesondere das selbstgesteuerte Lernen wird angestrebt, indem Konzepte des erfahrungsorientierten Lernens und der arbeitsprozessorientierten Kompetenzentwicklung entwickelt und durchgeführt werden. Hinzu kommen eine Verknüpfung informeller und formal-organisierter Weiterbildung und die Zertifizierung informell am Arbeitsplatz erworbener Kompetenzen.
Die AgenturQ, das ITB und die PH führen in Kooperation mit ausgewählten Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie in Baden-Württemberg Weiterbildungsmaßnahmen durch, die arbeitsprozessbezogen in offenen, betriebsübergreifenden Lernprozessen mit unterstützenden systematischen Schulungen (Seminare, etc.) stattfinden. Diese Maßnahmen werden auf der Basis einer empirischen Bedarfsermittlung und Aufgaben- bzw. Arbeitsprozessanalysen konzipiert und nach arbeitspädagogischen Kriterien entwickelt, evaluiert und zertifiziert.
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Ergebnis:Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projektes WAP1 wurde ein Antrag auf Fortführung des Projektes mit neuen Schwerpunkten zum 1.2.2008 bis 30.7.2009 genehmigt.

In sechs beteiligten Unternehmen wurden unter Berücksichtigung der individuellen Weiterbildungsbedürfnisse der Mitarbeiter als auch der organisationalen Weiterbildungsbedarfe des Unternehmens zunächst Weiterbildungsbedarfsanalysen durchgeführt und die wichtigsten lernförderlichen als auch lernhinderlichen Strukturen identifiziert.
Im Anschluss an die Weiterbildungsbedarfanalyse wurden betriebliche Handlungsfelder mittels Experten-Workshops untersucht. Diesen Handlungsfeldern wurden im Workshop Arbeitsaufgaben zugeordnet, die sich anschließend zu Weiterbildungsprofilen weiter entwickeln lassen. Bislang haben wir acht solcher Profile für die betriebliche Weiterbildung identifizieren können, beispielsweise den Gruppenkoordinator und -führer, die Qualitätsfachkraft oder den Anlagenführer.
Auf Grundlage der Profile wurden in Experten-Workshops sog. Arbeits- und Lernprojekte erarbeitet, die für den jeweiligen Tätigkeitsbereich charakteristische tägliche oder einmalige Arbeitsaufträge beschreiben. Ziel der Arbeits- und Lernprojekte als Weiterbildungsmaßnahme ist, dass die Teilnehmer in realen, authentischen Projekten im Arbeitsprozess lernen, wodurch selbstgesteuertes, kooperatives und erfahrungsgeleitetes Lernen gefördert wird.
Um die Weiterbildungsteilnehmer in ihrem selbstgesteuerten Lernprozess zu unterstützen wurde ein Konzept der Lernberatung entwickelt. Vom jeweiligen Betrieb ausgewählte Fachkräfte werden von der PH Heidelberg auf ihre Aufgabe als Lernberater in einer zweitägigen Schulung vorbereitet und während ihrer Arbeit vor Ort durch Coachings begleitet. In einem zweiten Seminar werden die Erfahrungen der Lernberater in Gruppengesprächen reflektiert und diskutiert.
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Projektdauer:01.05.2004 bis 30.08.2009
Mitarbeitende:
Prof. Dr.  Röben, Peter (Leitung) [Profil]

Gerald Dressel (PH Heidelberg), Claudia Koring, Irene Stroot (Universität Bremen)

In Zusammenarbeit mit:Universität Bremen, Agentur Q und sechs Unternehmen in Baden-Württemberg
Verweis auf Webseiten:
Projekthomepage
Homepage beim Projektträger mit allen Veröffentlichungen und vielen Downloadmöglichkeiten
Angehängte Dateien:
Abschlußbericht
Erfasst von Prof. Dr. Peter Röben am 26.10.2007
Zuletzt geändert von Prof. Dr. Röben, Peter am 30.01.2020
    
Projekt-ID:143