Forschungs- & Publikationsdatenbank

Kooperationskompetenz und Teamarbeit


Projektdauer:

19.04.10 bis 28.02.11

Kurzinhalt:

Kooperation wird in der aktuellen Dynamik und globalen Welt als dringende und wichtige Notwendigkeit und als die Kompetenz der Zukunft betrachtet. Das Anliegen in der Beschäftigung mit dem Themenfeld wird zentral darin gesehen, die Kompetenz für kooperatives Handeln zu unterstützen. Dabei orientiert sich der aktuelle Diskurs an der Auffassung einer synergetischen Kooperation . In ihrem Kontext generieren Menschen, Gruppen oder Systeme besondere Beziehungen, etwa Partnerschaften, die gemeinsam und im Sinne sich gegenseitig zu fördern etwas Neues schaffen und bewirken. Das neu Geschaffene oder Entstandene, wäre alleine oder durch Einzelteile nicht möglich.
Den aus kooperativem Handeln resultierende Nutzen wird dabei als eine Art von Wertschöpfung erachtet. Sie ist einzigartig und ohne die besondere Kooperationsleistung nicht erreichbar. Diese Leistung erfordert bei allen Beteiligten Arbeitsanstrengungen, also Zusammenarbeit vs. Kollaboration. Darüber hinaus sind aus unserer Sicht weitere Potenziale und Fähigkeiten für kooperierendes Handeln nötig. Um welche es sich hierbei handelt, welche Faktoren förderlich sind und wie man Strukturen, Prozesse und Dynamiken für gelingendes Kooperieren gestaltet und begleitet, wurde im Rahmen von zwei Hauptseminaren nachgegangen.
Dabei begaben sich die Studierenden selbst ein einen Forschungs- und Entwicklungskomplex, in dem sie kooperieren(d) lernten. Mit Kooperationswilligen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Feldern (Schulen, Bürger, öffentliche Institutionen) begaben sie sich in einen Prozess, um mit diesen Gruppen dem Konstrukt der Kooperation und des Teams nachzugehen und/oder ein Beratungs- und Begleitungskonzept für Kooperation zu entwerfen. Die Konzeptualisierung erfolgte unter dem Fokus, auf Kooperation ausgerichtetes Handeln zu explorieren und die Erfahrungen, Beobachtungen und Effekte zu reflektieren. Im kooperierenden Tun entstand so je ein Mikrokosmos, quasi Subsysteme für die (vereinfachte) Entwicklung, Erprobung und Reflexion von Kooperation - bei angestrebtem Modellcharakter.
In diesen Subsystemen untersuchen die Studierenden in Teilprojektgruppen, wie die Wertschöpfung, verstanden als Holismus , zwischen Kooperationspartnern entsteht. Für die Beobachtung relevant erscheinen den Forschenden zum gegenwärtigen Zeitpunkt die Prozesse, Design/Architektur, Methoden, Dynamiken, Unwägbarkeiten etc. in den jeweiligen Projekten.
Konkret kooperierten sie als externe Berater mit systeminternen Beratern, um mit ihnen Impulse zur Ermöglichung von Kooperationsberatung für ihren Beratungsauftrag zu (er-)finden.

In den Projektseminaren konzipieren die Studierenden in Teilprojektgruppen überschaubare Praxisforschungsprojekte und realisierten im Rahmen folgender Arbeitsschritte die Entwicklung von Fragestellungen, das Sichten des aktuellen Forschungsstandes, das Konzipieren eines Forschungsdesigns für ein gewähltes Praxisfeld, führten das Projekt durch und sichteten und diskutierten die Ergebnisse. Die Ergebnisse der Teilprojekte wurden zu einem Gesamtbefund in der Seminargruppe zusammengetragen.

Die Projektseminare dienten der Erforschung, Diskussion und Reflexion des Komplexes "Kooperation" in schulischen oder unternehmerischen Feldern.

Ergebnis:

Die Studierenden erarbeiten Sie auf der Basis Ihrer Befunde Konzepte für die Ermöglichung von Teamarbeit und den Aufbau von Kooperationskompetenz. Sie erwarben dabei einen überblick und Erfahrung über Praxisforschungs- und Projektphasen, lernten diverse Möglichkeiten für Design, Methoden und wirksamen Architekturen für Praxisforschungsprojekte kennen, ebenso wie die selbständige Entwicklung und Anwendung quantitativer und qualitativer Forschungsmethoden sowie
Kooperation zu gestalten und Teamarbeit zu ermöglichen.
Die Teilforschungsprojekte wurden an Grund-, Sonder-, Klinik- und Berufsschulen in Deutschland und in Luxemburg durchgeführt, mit Passanten in Städten in der Metropolregion und mit der Berufsfeuerwehr der Stadt Mannheim.

Projektbeteiligte:

Icon-UserDr. Strittmatter-Haubold, Veronika (Leitung)Profil
Icon-UserStudierende

Verweis auf Webseiten:

Keine

Angehängte Dateien:

keine

Publikationen:

Forschungsprojekt
abgeschlossen
Projekt-ID:328
Fak I • Erziehungswissenschaft - Schulpädagogik
Erfasst von Strittmatter-Haubold, Veronika(Dr.) am 16.01.11
Zuletzt geändert von Dr. Strittmatter-Haubold, Veronika am 16.12.19