Sozial-emotionale Kompetenzen von Kleinkindern mit einer Behinderung
Projektdauer:
01.10.14 bis 30.09.16
Kurzinhalt:
Emotionale und soziale Kompetenzen gelten als wichtige Voraussetzungen für das Gelingen der sozialen Teilhabe in der Familie oder in Kindertagesstätten. Bei Kindern mit einer Behinderung ist der Erwerb dieser Kompetenzen mit besonderen Herausforderungen verknüpft. Es gibt bislang wenige diagnostische Verfahren, die hierfür bereits in sehr jungem Alter verlässliche Daten zur Verfügung stellen. In dem Projekt wird eine Gruppe hörgeschädigter, sehbehinderter und von einer geistigen Behinderung bedrohter Kinder (N = 259) im Alter zwischen 2 und 36 Monaten mit einem neuen Verhaltensbeobachtungsinstrument (Social Emotioanl Assessment Measure (SEAM), Squires et al., 2013) von ihren Eltern in Bezug auf ihre sozial-emotionalen Kompetenzen eingeschätzt. Ebenso erfolgten Selbsteinschätzungen der Eltern zu ihren eigenen Kompetenzen zur Entwicklungsförderung und Beziehungsgestaltung mit ihrem Kind. Zusätzlich werden andere Verfahren zur Überprüfung der Validität des Verfahrens eingesetzt (z.B. Infant-Toddler Social Emotional Assessment (ITSEA)).
Ergebnis:
Es liegen derzeit Ergebnisse zum Vergleich der drei Gruppen von Kindern mit einer Behinderung sowie Einzelanalysen der Ergebnisse bei den einzelnen Behinderungsformen vor (siehe Publikationen).
Eine weiterführende Studie, bei der neben den Eltern auch die FrühförderInnen um eine Einschätzung mit den gleichen (adaptierten) Instrumenten (SEAM, ITSEA) bei einer kleinen Gruppe hörgeschädigter Kinder gebeten werden, ist derzeit in der Durchführung.