Projekt
Fak. 1 - Sonderpädagogik - Sprachbehindertenpädagogik

BiliSAT: Bilingual Language Development in School-age Children with/without Language Impairment with Arabic and Turkish as first languages
Status:abgeschlossen
Kurzinhalt:Die Zahlen des aktuellen Bildungsberichtes belegen, dass immer mehr Schüler*innen in Deutschland mehrsprachig aufwachsen. Aktuell sprechen 63% der in Kitas betreuten 4-5jährigen mit Migrationshintergrund zuhause überwiegend eine andere Sprache als Deutsch, unter ihnen sind immer mehr Schüler*innen mit eigener Zuwanderungsgeschichte.
Da bei Schüler*innen über den Zugang zu spezifischer Förderung oder Therapie massiv auf die Bildungsbiografie eingewirkt wird, ist die Abgrenzung von Phänomenen des Zweitspracherwerbs (L2) Deutsch von Ausprägungen einer Spezifischen Spracherwerbsstörung (SSES) essentiell. Das neue von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Projekt „BiliSAT: Bilingual Language Development in School-age Children with/without Language Impairment with Arabic and Turkish as first languages” untersucht über eine Laufzeit von 30 Monaten daher den Spracherwerb und den Verlauf von SSES bei mehrsprachigen Kindern und Jugendlichen in ihrer Herkunftssprache (L1) und ihrer L2. Kontaktalter und Kontaktlänge zur Zweitsprache, der Erwerbskontext für die Erstsprachen sowie die spezifische Erwerbssituation der Geflüchteten werden besonders berücksichtigt. So wird in den Untersuchungen mit einbezogen, ob die Erstsprachen in einem Minderheiten- (Deutschland) oder im Mehrheitenkontext (u.a. Türkei, Palästina, Syrien) erworben wurden und untersucht, welche Bedeutung diese Faktoren ggf. für den mehrsprachigen Erwerb haben können.
Unter Rückgriff auf in eigenen Drittmittelprojekten gewonnene Ergebnisse für jüngere Kinder und bereits entwickelte linguistisch kontrollierte Testverfahren will das Forschungsteam stabile Kriterien für SSES bei mehrsprachigen Schüler*innen identifizieren.
Durch die gezielte Untersuchung von Türkisch und Arabisch als Herkunftssprachen können sowohl sprachvergleichende als auch sprachunabhängige theoretische Erkenntnisse und Kriterien für erfolgreichen mehrsprachigen Erwerb und die Eigenschaften von SSES erarbeitet werden.


[kürzen]
Projektdauer:01.01.2017 bis 30.06.2019
Mitarbeitende:
  • Prof. Dr. Cornelia Hamann, Universität Oldenburg (Leitung)

    Prof. Dr. Chilla, Solveig (Leitung) [',Profil,']


  • Verweis auf Webseiten:
    keine
    Angehängte Dateien:
    keine
    Erfasst von Prof. Dr. Solveig Chilla am 24.01.2017
    Zuletzt geändert von Prof. Dr. Chilla, Solveig am 18.03.2020
        
    Projekt-ID:523