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Arndt, Laura

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Projekte

Fak. 3 • Chemie
Projekt-ID:612
Dissertation
abgeschlossen

Professionswissen von Lehrkräften, Erkenntnisgewinn durch Experimente
Rektorat • allgemein
Projekt-ID:565
Entwicklungsvorhaben
abgeschlossen

TRANSFER TOGETHER - Bildungsinnovationen in der Metropolregion Rhein-Neckar
TRANSFER TOGETHER - Educational Innovations in the Rhine-Neckar Metropolitan Region

Publikationen

Alle2024202320202019
SammelbandOpen Accessohne Peer ReviewDeutsch

). Ist eine Erweiterung des Konstrukts NOS zu NOSIS sinnvoll? «Nature of Whole Science» versus Konsenslisten: Dekonstruktion von Emergenz?

Arndt, L., Billion-Kramer, T., Wilhelm, M. & Rehm, M. (2020). ). Ist eine Erweiterung des Konstrukts NOS zu NOSIS sinnvoll? «Nature of Whole Science» versus Konsenslisten: Dekonstruktion von Emergenz? In: Habig, S. (Hrsg.), Naturwissenschaftliche Kompetenz in der Gesellschaft von morgen. Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik (GDCP). Jahrestagung in Wien 2019 (S. 840-843) (Band 40). Essen-Duisburg: Universität Duisburg-Essen.

Abstract
Die Schnelllebigkeit der globalisierten Gesellschaft durch stetig zunehmende Wissensstände und die rasante Wissensverbreitung über digitale Medien bedingen ein Umdenken in der Bildung zukünftiger Generationen. Resultierend wachsen auch Unsicherheiten in den individuellen Lebensbedingungen, deren Handhabung allein durch „Wissen“ nicht mehr zu bewältigen ist. Naturwissenschaftliche Grundbildung (Scientific Literacy) hat das Potenzial Zukunftsfähigkeit zu fördern. Eine unter anderen Möglichkeiten besteht in der Vermittlung eines angemessenen Wissenschaftsverständnisses, welches auf Ansichten zur Natur der Naturwissenschaft (Nature of Science, NOS) basiert. Denn erst wenn naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen und die Verwertung ihrer Erkenntnisse verstanden sind, kann die jeweilige Rechtfertigung, Aussagekraft und Glaubwürdigkeit eingeschätzt werden. Wie NOS curricular in bestehende und zukünftige Bildungspläne aufgenommen werden soll, ist letztlich offen. Denn unklar ist, wie die theoretischen Grundlagen des Konstrukts NOS modelliert und konzeptualisiert werden sollen, was die Basis der NOS-Vermittlung bildet.
Eine etablierte NOS-Modellierung erfolgt über einen Minimalkonsens (consensual view), der ideelle, naturwissenschaftliche Basisprinzipien auflistet. Sie geraten im fachdidaktischen Diskurs zunehmend in die Kritik. Vertreter*innen alternativer NOS-Modellierungen kritisieren diese idealisierten Basisprinzipien vor dem Hintergrund der Förderung von naturwissenschaftlicher Grundbildung. Dies ist Ausgangspunkt für eine sich in der naturwissenschaftsdidaktischen Theoriebildungsdebatte. Stellvertretend hierfür wird Allchins Nature of Whole Science-Ansatz (holistic view) im Vergleich zum Minimalkonsens-Ansatz betrachtet.
Es bedarf empirischer Hinweise zur Klärung des theoretischen Konfliktes und daraus entstehender Fragen: Geht mit der Abstraktion von NOS-Eigenschaften mittels Konsenslisten der holistische Charakter von Naturwissenschaft verloren bzw. stellt der holistische Charakter von Naturwissenschaft mehr dar als die Summe ihrer Eigenschaften?
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ArtikelOpen AccessPeer ReviewDeutsch

NOS-Modellierungen – Ein theoretischer Konflikt mit fehlender empirischer Basis.

Arndt, L., Billion-Kramer, T., Wilhelm, M. & Rehm, M. (2020). NOS-Modellierungen – Ein theoretischer Konflikt mit fehlender empirischer Basis. Progress in Science Education (PriSE), 3(1), 35-45.

Abstract
Die verstärkte Orientierung am Bildungsziel der naturwissenschaftlichen Grundbildung und einem zugrundeliegenden angemessenen Wissenschaftsverständnis wird in den letzten Jahren zunehmend bemerkbar. Hieraus resultiert einerseits ein Konsens in der aktuellen Nature of Science (NOS)-Debatte: Ein umfassendes Wissenschaftsverständnis ermöglicht, im Sinne der naturwissenschaftlichen Grundbildung, eine persönliche und gesellschaftliche Meinungsbildung und Entscheidungsfindung bezüglich naturwissenschaftlich-technischer Entwicklungen. Dazu muss verstanden werden, wie naturwissenschaftliche Erkenntnisse generiert, ausgehandelt, medial übersetzt und veröffentlicht werden. Andererseits erzeugt die gleiche Debatte Konflikte verschiedener NOS-Lager darüber, welche NOS-Modellierung die theoretischen Grundlagen für ein solch umfassendes Wissenschaftsverständnis aufzeigen kann. Dabei stehen sich der klassische Minimalkonsens- und der Whole Science-Ansatz mit konkurrierenden NOS-Modellierungen gegenüber. Whole Science-Vertreterinnen und -Vertreter bestreiten, dass ein auf vereinfachten Basisprinzipien beruhendes, abstrahiertes Verständnis von Naturwissenschaft die Anforderungen einer zur Partizipation befähigenden naturwissenschaftlichen Grundbildung erfüllen kann. Andersherum wird der Whole-Science Ansatz von den Verfechterinnen und Verfechtern des Minimalkonsens-Ansatzes als diffus und wenig fassbar problematisiert. Zudem hat das Desiderat valider Messinstrumente für die Whole Science-Perspektive zur Folge, dass sich jegliche Kritik und Diskussion auf einer theoretischen Ebene vollziehen, da bezüglich Nature of Whole Science (NOWS) kaum empirische Daten vorliegen. In dieser Arbeit werden beide theoretische Positionen vorgestellt, Kritikpunkte beleuchtet und ein gemeinsamer Weg gesucht. Als Klärungsansatz soll die Entwicklung eines ersten Erhebungsinstrumentes für die Whole Science-Perspektive angestrebt werden, um empirische Daten zur Klärung der Frage zu erhalten, ob der holistische Charakter von Naturwissenschaft mehr darstellt, als die Summe der NOS-Aspekte des Minimalkonsenses.
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