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Dr. Neuthard, Corinna

Fak. 3 - Alltagskultur und Gesundheit

Icon Mail corinna.neuthard[at]ph-heidelberg.de

Projekte

Fak. 3 • Alltagskultur und Gesundheit
Projekt-ID:1136 • Ausrichtung: national • 103115907 • Zeitraum: 01.06.26 bis 30.11.28
Forschungsprojekt
akt. laufend

Evaluation zum IN FORM-Verbundprojekt "Etablierung von Verpflegungslotsen in Kitas und Schulen in definierten Sozialräumen“
Evaluation of the IN FORM collaborative project “Establishing nutrition guides in nurseries and schools within defined social areas”
Projekt-ID:1135 • Ausrichtung: national • 103115 • Zeitraum: 01.03.26 bis 28.02.29
Forschungsprojekt
akt. laufend

Lernraum Mittagspause: Entwicklung und Implementierung eines modularen Qualifizierungskonzepts für die pädagogische Begleitung des Schulmittagessens in der Primarstufe
The Lunchbreak Learning Space: Development and implementation of a modular training programme for the educational supervision of school lunches in primary schools
Projekt-ID:1117 • Ausrichtung: national • folgt • Zeitraum: 20.12.25 bis 31.12.26
Forschungsprojekt
akt. laufend

Fleisch | Fleisch essen zwischen esskultureller Normalität und nachhaltigkeitsbezogener Normativität – Perspektiven von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Baden-Württemberg
Fleisch | Fleisch essen zwischen esskultureller Normalität und nachhaltigkeitsbezogener Normativität – Perspektiven von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in Baden-Württemberg
Projekt-ID:1107 • Ausrichtung: national • 103115904 • Zeitraum: 01.12.25 bis 30.09.26
Forschungsprojekt
abgeschlossen

Evaluation eines modularen Fortbildungsangebotes für Verwaltungskräfte mit der Aufgabe Kita- und Schulverpflegung in Baden-Württemberg
Evaluation des modularen Fortbildungsangebotes für Verwaltungskräfte mit der Aufgabe Kita- und Schulverpflegung in Baden-Württemberg
Projekt-ID:997
Forschungsprojekt
abgeschlossen

Evaluation des In Form-Projekts „MODUL-BOX: Nachhaltige Ernährung - Verzahnung von Bildung und Schulverpflegung
in Ganztagsschulen (Jg. 7-10)“

Evaluation of the In Form project "MODUL-BOX: Sustainable nutrition - interlocking of education and school catering
in all-day schools (years 7-10)"
Projekt-ID:998
Forschungsprojekt
abgeschlossen

Evaluation des In Form-Projekts "Entwicklung und Erprobung einer interaktiven, digitalen Lernausstellung zur Nachhaltigkeit in der Ernährung und Schulverpflegung für Schülerinnen und Schüler weiterführender Schulen"
Evaluation of the In Form project "Development and testing of an interactive, digital learning exhibition on sustainability in nutrition and school catering for pupils at secondary schools"
Projekt-ID:999
Forschungsprojekt
abgeschlossen

Evaluation des In Form-Projekts „Nachhaltigkeit gemeinsam gestalten in Kita und Schule"
Evaluation of the project "Shaping sustainability together in daycare centers and schools"

Publikationen

Alle202420232022
ArtikelOnlinePeer ReviewPrintDeutsch

Fleischessen als komplexes Thema der Ernährungs- und Verbraucherbildung

Neuthard, C. & Häußler, A. (2024). Fleischessen als komplexes Thema der Ernährungs- und Verbraucherbildung. Haushalt in Bildung und Forschung, 13(2), 71-84.

Abstract
Fleisch und Fleisch essen ist esskulturelle Selbstverständlichkeit und Normalität. Aufgrund der globalen Auswirkungen der ressourcenintensiven Fleischproduktion wird dies aber zunehmend in Frage gestellt. Eingebettet in soziale, kulturelle, ethische, ökologische und gesundheitliche Zusammenhänge bietet das Thema Fleisch und Fleisch essen vielperspektivischen Bildungsgehalt für die schulische Ernährungs- und Verbraucherbildung
Noch kein Titelbild vorhanden
ArtikelOpen AccessPeer ReviewPrintEnglish

Social Media discourse on meat consumption

Neuthard, C., Häußler, A. & Heil, E. (2024). Social Media discourse on meat consumption. Ernährungs Umschau, 2024, 92-102.

Noch kein Titelbild vorhanden
BuchPeer ReviewPrintDeutsch

Diskurs der Modalitäten des Fleischkonsums - Am Beispiel von Facebook-Kommentaren zum fleischlosen Kasseler Umwelt- und Kulturfest

Neuthard, C. (2023). Diskurs der Modalitäten des Fleischkonsums - Am Beispiel von Facebook-Kommentaren zum fleischlosen Kasseler Umwelt- und Kulturfest. Gießen: VVB Laufersweiler.

  • ISBN978-3-8359-7093-9
  • StichworteErnährungskultur, Fleischkonsum, Human-Animals-Studies, soziale Medien, Diskursforschung, qualitative Forschung
Abstract
In den letzten Jahren findet eine gesellschaftliche Neuverhandlung der Modalitäten des Fleischkonsums statt, nicht zuletzt ausgelöst durch aktuelle Nachhaltigkeitsdiskurse sowie Skandale in Fleischproduktions- und -verarbeitungsstätten. Dies führt zu zahlreichen (emotionalen) Diskussionen vor unterschiedlichen Hintergründen und in verschiedenen Medien. Gesellschaftliche Diskurse liefern einen Einblick darin, welche Bezüge die beteiligten Personen zu Tieren und welche Einflüsse diese Bezüge auf ihren Fleischkonsum haben.
Zur Analyse dieser Diskussionen wurde exemplarisch die Diskussion über das fleischfreie Kasseler Umwelt- und Kulturfest 2017 im sozialen Medium Facebook herausgegriffen und untersucht. Die erkenntnisleitende Frage war, welche Themen bei der Diskussion bzw. bei der Entscheidung über den eigenen Fleischkonsum eine Rolle spielen. Weiterhin wurde analysiert, wie der Zusammenhang zwischen Tieren und Fleisch in den untersuchten Facebook-Kommentaren dargestellt wurde.
Der Datensatz besteht aus auf Facebook gesammelten Beiträgen – Posts und Kommentaren –, die in den Monaten Februar, März und April des Jahres 2017 zum Umwelt- und Kulturfest in Kassel verfasst wurden. Es wurde auf einer qualitativen Ebene eine Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt, die einige semantische Ergänzungen beinhaltete (Mayring, 2015, S. 61 ff.). Zur besseren Einordnung der Inhalte in die Gesamtdiskussion wurde eine Strukturanalyse in loser Anlehnung an eine Diskursanalyse nach Jäger durchgeführt (Jäger, 2015, S. 90 ff.).
Die Inszenierung der eigenen Person bzw. Ernährungsweise auf Facebook gibt Aufschluss darüber, welche Modalitäten des Konsums und welche Wertungen von Tieren derzeit gesellschaftlich erwünscht sind (Goffman, 2006, S. 23 ff.; Krämer et al., 2015, S. 5).
Dabei wurden Massentierhaltung, ‚Billigfleisch‘ und hohe Fleischmengen negativ betrachtet und mit schlechten Bedingungen bzw. Tierleid assoziiert. Kommentierende gaben an, diese Ausprägungen nicht zu konsumieren. Stattdessen teilten sie mit, teureres Fleisch aus guter Haltung in kleinen Mengen zu kaufen und zu verzehren (Anhänger*innen eines tierethischen Welfare-Ansatzes) oder Fleischkonsum abzulehnen (Anhänger*innen eines tierethischen Abolition-Ansatzes) (Grimm & Wild, 2016, S. 45 f.). Die (intrinsische) Wertung von Tieren steht im Zusammenhang mit der (ökonomischen) Wertung von Fleisch sowie der Akzeptanz von Tiernutzung (Regan, 2004, S. 243 ff.).
Die tierethischen Ansätze von Welfare und Abolition (Reformismus als mögliche Mischung oder Übergang) können als moralischer Standard zur Verortung zwischen der Verantwortung für Tiere und Menschen sowie der Ernährungskultur betrachtet werden, nach dem die jeweilige Inszenierung der eigenen Ernährung erfolgt (Bode, 2018, S. 31 ff.; Grimm & Wild, 2016, S. 45 f.).
In der untersuchten Diskussion hat ein Hinterfragen der Normalität des Fleischkonsums begonnen, wobei zwischen der kritischen Betrachtung von Fleischkonsum als solchem und der von Karnismus sowie der Normalität des Fleischkonsums differenziert werden sollte. In den untersuchten Daten ist Fleischkonsum, sofern er mindestens die Standards eines tierethischen Welfare-Ansatzes erfüllt, weiterhin tragbar. Die Diskussion findet zwischen den beiden tierethischen Ansätzen statt und handelt aus, wie Tiere (im Vergleich zu Menschen) gewertet werden bzw. ob ihnen ein intrinsischer Wert zugesprochen werden sollte und wie das Recht auf Genuss sowie Freiheit (in Form von Fleischkonsum) gegenüber moralischen Ansichten einzustufen ist.
SammelbandOpen Accessohne Peer ReviewPrintDeutsch

Fleischkonsum und (Nutz-)Tiere in sozialen Medien. Meinungsbildung und Selbstdarstellung am Beispiel von Facebook-Kommentaren.

Neuthard, C. (2023). Fleischkonsum und (Nutz-)Tiere in sozialen Medien. Meinungsbildung und Selbstdarstellung am Beispiel von Facebook-Kommentaren. In: Medien-Tiere-Bildung. Perspektiven der Animal Studies für Medien und Medienpädagogik. (S. 99-112) (Band 1, 1. Auflage). München: koepad.

Abstract
Repräsentationen von Tieren sowie des Verhältnisses von Tieren und Menschen sind fester Bestandteil medialer Alltags- und Lebenswelten von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. In vielfältiger Weise werden hierbei gesellschaftliche Perspektiven auf vorherrschende Tiere-Menschen-Verhältnisse bestätigt, verhärtet oder hervorgebracht - aber auch Räume für Gegenentwürfe eröffnet.
Im Sinne der Animal Studies kann Medienpädagogik zu einer kritischen Reflexion der medialen Dimensionen der Konstruktion von Tiere-Menschen-Verhältnissen anregen.
Der Band möchte Perspektiven der Animal Studies für die Medienpädagogik entwickeln, indem er die vielfältigen medialen Repräsentationen von Tieren und Tiere-Menschen-Verhältnisse sowie die medialen Praktiken im Horizont der Konstruktion von Tiere-Menschen-Verhältnissen beleuchtet und (medien)pädagogische Perspektiven für die Auseinandersetzung mit diesen aufzeigt.
ArtikelOnlineohne Peer ReviewPrintDeutsch

Animals Studies. Ein Überblick aus Ernährungsperspektive

Neuthard, C. (2023). Animals Studies. Ein Überblick aus Ernährungsperspektive. Ernährungsumschau, 70(10), M614-M620.

Abstract
Im Forschungsfeld der Animal Studies steht die Auseinandersetzung mit allen Facetten der Mensch-Tier-Beziehungen und dem Erkunden des Potenzials einer tierbezogenen Forschungsperspektive im Mittelpunkt. Über den Aspekt tierischer Lebensmittel zeigt sich auch im Ernährungsbereich eine relevante Mensch-Tier-Beziehung.

Unter Berücksichtigung der sich im Wandel befindenden Stellung von Tieren bietet das Forschungsfeld der Animal Studies im Ernährungsbereich, sowohl aus Forschungs- als auch aus praktischer Perspektive, ein großes Potenzial, um Einblicke in den Diskurs zum Umgang mit Tieren und tierischen Lebensmitteln zu gewinnen.
Der Beitrag von Corinna Neuthard liefert einen kleinen Einstieg und Überblick in das Forschungsfeld der Animal Studies sowie dessen Potenzial für die Ernährungsforschung.

Die ernährungsbezogene Forschung innerhalb der Animal Studies lässt sich grob in drei Felder unterteilen: Die Betrachtung des lebendigen „Nutz“tieres und seiner Lebensbedingungen, die Betrachtung des toten Tieres oder tierischer Produkte auf dem Teller und dem Transformationsprozess dazwischen, also die „Fleischwerdung“ bzw. die Schlachtung.

Die Entkopplung von essbaren „Nutz“tieren und nicht essbaren, als schützenswert betrachteten Tieren führt zu einer Versachlichung von Lebewesen, die einerseits zur Aufrechterhaltung des „Karnismus“ beitragen, andererseits aber auch den Widerstand gegen die unnatürliche Produktion erhöhen und sich sogar in einer geänderten Ernährungsweise ausdrücken kann.
Im Bereich der Ernährungswissenschaft ist es daher relevant, die interdisziplinäre Perspektive der Animal Studies einzubeziehen und die Auswirkungen von Mensch-Tier-Beziehungen auf die Ernährung sowie andersherum zu betrachten. Auf diese Weise könnte man Aufschluss über mögliche zukunftsfähige Gestaltungswege der Ernährung erhalten.
Noch kein Titelbild vorhanden
ArtikelOnlinePeer ReviewPrintDeutsch

Wie SchülerInnen ihre Schulverpflegung sehen. Ergebnisse aus Fokusgruppen-Interviews an weiterführenden Schulen

Braun, B., Schafmeister, M., Jonas, A., Senkler, H., Betke, N., Neuthard, C. & Stehr-Murmann, S. (2022). Wie SchülerInnen ihre Schulverpflegung sehen. Ergebnisse aus Fokusgruppen-Interviews an weiterführenden Schulen. Ernährungsumschau, 69(8), 118-124.

Abstract
Jugendliche SchülerInnen nehmen nicht in dem Maße an der Schulverpflegung teil, wie es aus sozial- und gesundheitspolitischer Sicht im Rahmen des Ganztagsangebotes wünschenswert wäre [1–4]. Um die Hintergründe zu erfahren und Verbesserungsmöglichkeiten abzuleiten, wurden SchülerInnen in Schulen mit einer vergleichsweise hohen Zufriedenheit mit der Verpflegung in qualitativen Fokusgruppen-Interviews befragt. Der vorliegende Artikel beschreibt, welche Merkmale und Bedingungen eine aus SchülerInnensicht gelungene Schulverpflegung aufweist, welche Bedürfnisse SchülerInnen der Sekundarstufe in Bezug auf ihre Mittagsverpflegung äußern und welche Erwartungen sie daraus an die für die Verpflegung Verantwortlichen bzw. an sich selbst und ihre MitschülerInnen ableiten.
Noch kein Titelbild vorhanden