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Publikation Nr. 2758 - Details

Vogel, T. (2020). Zukunftscafe Mäßigung – Ein Weg für eine nachhaltige Zukunft? , Pädagogische Hochschule Heidelberg.

URL: https://www.ph-heidelberg.de/bne-zentrum/veranstaltungen/zukunftscafe.html


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Konsumwahn, Kaufrausch, Überproduktion, Massenmedien und Reizüberflutung – in unserer Gesellschaft begegnet uns an vielen Stellen Maßlosigkeit. Doch an welche Grenzen bringt uns diese und kann sich der Mensch mäßigen? Oft wird Mäßigung mit einer Beschränkung unserer Freiheit gleichgestellt und findet als Lebensweise in unserer gegenwärtigen Kultur kaum Platz. Inwiefern jedoch kann diese Philosophie einen Weg zur Befreiung aus einem Überfluss an Angeboten darstellen und uns somit in ein gesundes und umweltschonendes Gleichgewicht bringen? Welche Rolle kann diese Tugend für eine nachhaltige Entwicklung spielen?

Mäßigung - diese seit der Antike bestehende Tugend und ihr aktueller Stellenwert im Kontext unserer Konsumgesellschaft war Thema des Zukunftscafés des Heidelberger BNE-Zentrums, das am 14.07.2020 digital stattgefunden hat. In der Vorstellungsrunde konnten die Teilnehmenden anhand einer „Visitenkarte der Mäßigung“ ihr Verständnis des Begriffs vorstellen. Dabei trat bereits die Vielfalt der Facetten dieser Tugend zum Vorschein, was in einem Impuls von Prof. Dr. Thomas Vogel noch deutlicher wurde. Der Vortrag regte zu Überlegungen an, was für uns das richtige Maß bedeutet. Zudem wurde die Rolle der Mäßigung hervorgehoben hinsichtlich einer „flüchtigen Moderne”, welche die natürlichen Ressourcen übernutzt und uns ins Ungleichgewicht bringt. Im Anschluss konnten sich die Teilnehmenden in Gruppenräumen mit unterschiedlichen Themengebieten in Bezug zu Mäßigung auseinandersetzen. Dort wurden zentrale gesellschaftliche und Umweltfragen angesprochen wie Ernährung und Landwirtschaft, Kleidungsindustrie sowie die Nutzung digitaler Medien. In einer abschließenden Diskussion wurde betont, dass Mäßigung nicht unbedingt einen Verzicht bedeutet, sondern eine bewusste und kritische Einstellung gegenüber Konsum und daraus folgenden Ungleichheiten darstellt. In diesem Zusammenhang rückte zuletzt die Bedeutung von Bildungsträger/-innen als Multiplikator/-innen dieser Tugend in den Vordergrund.


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