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Aktuelle Kontaktdaten

Jun.-Prof. Dr. Kirschner, Anne

Juniorprofessorin am IfE (Allgemeine Pädagogik); Fak I - Erziehungswissenschaft - Allgemeine Pädagogik
Icon fuer AdresseAnschrift:
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Institut für Erziehungswissenschaft
Keplerstraße 87
69120 Heidelberg


Icon Mail a.kirschner[at]ph-heidelberg.de
OrcID: 0000-0002-6906-7065

Projekte

Fak I • Erziehungswissenschaft - Allgemeine Pädagogik
Projekt-ID:1087 • Ausrichtung: national • 101 110 925 • Zeitraum: 01.02.25 bis 30.09.27
Forschungsprojekt
akt. laufend

Zwischen Theorie und Praxis? Multiperspektivische Analyse der Beweggründe, Bedingungen und Hürden von Lehrkräfteabordnungen an Hochschulen für die wissenschaftliche Weiterqualifizierung
Between theory and practice? Multi-perspective analysis of the motivations, conditions, and obstacles involved in teachers going to universities for further academic qualification
Projekt-ID:954
Entwicklungsvorhaben
abgebrochen

Die pädagogische Wende - eine zeitgemäße Verortung von Erziehung und Unterricht
The pedagogical turn - About the necessary reflection on education and teaching
Projekt-ID:952
Forschungsprojekt
abgeschlossen

KRISEL - KRItik und ScheitErn am Lehrerberuf
Criticism and failure in the teaching profession
Projekt-ID:953
Forschungsprojekt
abgeschlossen

Ethisches Denken - Schulisches Handeln
ethical thinking - school acting
Projekt-ID:708
Dissertation
abgeschlossen

Für welches Leben lernen wir? Eine Analyse des Diskurses über Schule und Gesundheit aus biopolitischer Perspektive.

Publikationen

Alle202320222020201820172014
VortragPeer ReviewDeutsch

Gescheiterte Lehrkräfte? Über den Versuch der Rekonstruktion von Machteffekten in narrativen Interviews

Kirschner, A. (2023). Gescheiterte Lehrkräfte? Über den Versuch der Rekonstruktion von Machteffekten in narrativen Interviews. Universität Augsburg.

Abstract
Der Beitrag geht auf das Problem der vielerorts behaupteten Unvereinbarkeit von Biografie- und Diskursforschung ein, die wiederum auf Fragen der Positionierung des Subjekts verweist . Während der Biografieforschung häufig vorgeworfen wird, ein empirisches Subjekt als „Urheber“ seines Selbst vorauszusetzen (Reifizierungsproblem), geht die Diskursforschung davon aus, dass Menschen in Ordnungs- und Symbolsystemen erst hervorgebracht, d. h. subjektiviert werden. In diesem Spannungsfeld sind insbesondere die Momente des „Widerstandes“ oder „Eigensinns“ von besonderer Bedeutung, insofern sich in Verschränkung von Diskurs- und Biografieforschung danach fragen lässt, wie sich die oder der Angerufene nicht umwendet bzw. beim Einnehmen einer Subjektposition scheitert . Mit diesem Zuschnitt verortet sich der Beitrag im Bereich der Subjektivierungsforschung, insofern es darum gehen soll, theoretische und methodologische Fragen zu adressieren, um zu erörtern, wie Verknüpfungen von diskursiv konstituierten Subjektordnungen und Biografien konzipiert werden können.
Noch kein Titelbild vorhanden
VortragOnlinePeer ReviewDeutsch

Kann man Schüler*innen auf die Zukunft vorbereiten? Sollte man es?

Kirschner, A. (2023). Kann man Schüler*innen auf die Zukunft vorbereiten? Sollte man es? Universität Innsbruck.

Abstract
In ihrem Impulsvortrag geht sie insbesondere auf die 21st Century-/4K-Skills-Modelle ein, die bereits Eingang in die Leitvorstellungen der neuen österreichischen Bildungspläne gefunden haben. In diesem Zusammenhang vergleicht Kirschner wichtige Argumentationslinien in aktuellen Bildungsplänen aus Österreich und Deutschland. Sie untersucht Strategien zur Behandlung von Zukunft, Erfolg (und Scheitern) und wiegt Möglichkeiten und Umsetzbarkeit ab. Ziel ihres Vortrags ist es, Inhalt und Anspruch von Future Skills für Lehrkräfte kritisch-reflexiv zu erschließen und somit einen Beitrag zum professionellen Umgang mit Kompetenzmodellen zu leisten
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VortragPeer ReviewEnglish

Nature as a test environment? - On the experimental character of an unruly concept.

Kirschner, A. & Pfister, L. (2023). Nature as a test environment? - On the experimental character of an unruly concept. University of Strathclyde, Glasgow/ Scotland.

Abstract
The Rousseauian concept of nature is an unruly category that never fits seamlessly into pedagogical thinking – it can only illuminate central perspectives on education by obscuring others. Against this background, nature is described as powerful metaphor (Christolini 2019) or multidimensional concept that has been interpreted in numerous ways: For instance, relevant interpretations range from nature as an anthropological premise, normative orientation, methodological framework for action, and medium of education (cf. Tenorth 2013, p. 427ff.) to a benchmark of critique of politics and society. Given the fictional setting in Émile, the concept of nature can also be read as a research program (cf. Schäfer 2017, p. 54).
Thus, when Rousseau speaks of a "natural education", it sends the educator neither back to nature nor forward to natural conditions alone. Rather, it confronts him with the fact that this "basic pedagogical category" (Korte 2007) comprises an inherent dynamic potential that defies any attempts at reification. With Cassirer (2012), this potential can be characterized as a risky, venturing, and constantly renewing movement of Rousseauian thought.
On a methodological level, this experimental use of the Rousseauian concept of nature is close to the philosophical figure of the thought experiment (Kuhn 1977): By means of the concept of nature, education in Emile is contrived as an experiment in thought. Hence, this raises the question in which function Rousseau's concept of nature is part of the thought experiment "education" and which perspectives result from it on current ways of thematizing the unruly connection between nature and education.

Sources
Schäfer, A. (2017): Jean-Jacques Rousseau. ein pädagogisches Porträt. Weinheim, Basel: Beltz.
Cassirer, E. (2012): Über Rousseau. Frankfurt a. M.: Suhrkamp.
Chistolini, S. (2019): Metaphors of Nature in Education. In Vierteljahresschrift für wissenschaftliche Pädagogik, H. 95, S. 497-516.
Korte, P. (2007): Natur als pädagogische Basiskategorie des 18. Jahrhunderts oder die Begründung der Erziehungswissenschaft als experimentelle Wissenschaft von der menschlichen Natur. In Geulen, E.; Pethers, N. (Hrsg.): Jenseits von Utopie und Entlarvung. Kulturwissenschaftliche Untersuchungen zum Erziehungsdiskurs der Moderne. Freiburg i.Br., Berlin, Wien: Rombach, S. 27-47.
Kuhn, T. S. (1977). Eine Funktion für das Gedankenexperiment. In L. Krüger (Hrsg.), Die Entstehung des Neuen. Studien zur Struktur der Wissenschaftsgeschichte (S. 327-356). Frankfurt am Main: Suhrkamp.
Tenorth, H.-E. (2013): Natur. In: Keim, W., Schwerdt, U. (Hrsg.): Handbuch der Reformpädagogik in Deutschland (1890-1933). Teil 1: Gesellschaftliche Kontexte, Leitideen und Diskurse. Frankfurt a. M.: Peter Lang, S. 425-448.
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Vortragohne Peer ReviewPrint

Resilienz.Macht.Bildung - Zur Kritik des Verhältnisses von Anpassung und Widerstand

Kirschner, A. (2023). Resilienz.Macht.Bildung - Zur Kritik des Verhältnisses von Anpassung und Widerstand. Pädagogische Hochschule Heidelberg.

Abstract
In Folge der Popularität des Resilienzbegriffs entstehen Mehrdeutigkeiten, die Resilienz scheinbar beliebig an Bildung auf sowohl individueller als auch systemischer Ebene anschließen. Diesen Vorgang spiegelt der Titel meines geplanten Beitrags in kritischer Absicht wider. Denn so wechselseitig und komplex wie die dort sprachspielhaft inszenierten syntaktischen und lexikalischen Beziehungen erweist sich auch die inzwischen häufig hergestellte Verbindung der Aussagegegenstände Resilienz und Bildung, die als Begriffspaar zwar vielerorts eine Aussageeinheit bilden, aber, insofern Resilienz kein pädagogischer Grundbegriff ist, unterschiedliche Denk- und Wissenssysteme repräsentieren, die nicht folgenlos sprachlich vermittelt werden.
Es wird zu zeigen sein, dass das im Titel meines Beitrags als Prädikat zu lesende Wort „macht“ in diesem Zusammenhang nicht nur eine sprachliche Scharnierfunktion übernimmt, sondern auch als philosophisch und sozialwissenschaftlich geprägter Begriff für die Analyse der transmissiven Vermittlung von Resilienz und Bildung von Relevanz ist. Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona- Pandemie setzen sich bereits v.a. kritische Sozialwissenschaftler:innen mit dem Verhältnis von Macht und Resilienz auseinander1. Es fehlt jedoch an einer erziehungswissenschaftlichen Perspektive, die die Folgen einer solchen Diskursivierung der Resilienz für den Bildungsbegriff im Besonderen und die Pädagogik als Disziplin im Allgemeinen diskutiert.
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Hrg.Werkohne Peer ReviewPrintDeutsch

Pädagogisches Neusprech. Zur Kritik aktueller Leitbegriffe

Dammer, K.-H. & Kirschner, A. (2023). Pädagogisches Neusprech. Zur Kritik aktueller Leitbegriffe. (Band 1). Stuttgart: Kohlhammer.

  • ISBN978-3-17-042811-9
  • StichworteIndividualisierung, Selbststeuerung, Kompetenz Gender/Geschlecht, Resonanz, Achtsamkeit, Vielfalt/Diversität, Resilienz, Nachhaltigkeit, Evidenzbasierung.
Abstract
15 Jahre nach dem Erscheinen des "Pädagogischen Glossars der Gegenwart" stellt sich heraus, dass die Sprache der gegenwärtigen Pädagogik zwar immer noch von ähnlichen, aber auch einigen neuen Begriffen durchsetzt ist, die nicht länger nur aus „den Labors der Managementwissenschaften“, sondern aus ganz unterschiedlichen gesellschaftspolitischen Bereichen für die pädagogische Praxis akzeptabel und praktikabel gemacht werden (vgl. Dzierbicka/Schirlbauer 2008, S. 11). Es handelt sich um eingängige, eben „leichte“ Praxisvokabeln, die mittlerweile zum festen Inventar des Sprechens in Bildungsplänen, (hoch)schulischen Kommunikationsstrukturen, öffentlichen Berichterstattungen sowie der (Aus)Bildung von Lehrkräften zählen. In all diesen Bereichen wird mit einem Mehr an „Kompetenz“, „Resilienz“, „Selbststeuerung“, „Nachhaltigkeit“, „Vielfalt“, „Achtsamkeit“, „Individualisierung“, „Evidenzbasierung“, „gendergerechter Sprache“ und neuerdings auch „Resonanz“ die Bewältigung, nicht länger nur (hoch)schulischer, sondern auch gesellschaftlicher Problemlagen und Krisen in Aussicht gestellt, während traditionelle pädagogische Grundbegriffe wie z. B. „Erziehung“ von der Sprachoberfläche verschwinden. Entsprechend schlagen die neuen Begriffe in Bildungsprogrammatiken und Leitlinien unterrichtsbezogener Konzepte auf Individuum und Gesellschaft durch und entfalten hier folgeneiche Dynamiken. Es ist das Anliegen des vorliegenden Bandes, solche Dynamiken als „Programme des Regierens“ zu identifizieren und zu beschreiben.
Sammelbandohne Peer ReviewPrintDeutsch

"Nicht gelb! Gelb ist so eine pissige Farbe." - Unterricht zwischen Resonanz und Dissonanz.

Kirschner, A. (2023). "Nicht gelb! Gelb ist so eine pissige Farbe." - Unterricht zwischen Resonanz und Dissonanz. In: Pädagogisches Neusprech. Zur Kritik aktueller Leitbegriffe (S. 124-142) (Band 1). Stuttgart: Kohlhammer.

Abstract
»Resonanz« kann hier als jüngster Neusprech-Begriff gelten, der erst mit der gleichnamigen Studie Hartmut Rosas (2016), dann allerdings umso schneller, prominent wurde; auch in der Pädagogik, die umgehend ihr nicht kleines Repertoire an Bindestrich-Varianten um eine weitere ergänzte und die »Resonanzpädagogik« ins Leben rief.
Anne Kirschner nähert sich diesem Begriff auf ungewöhnliche Weise gleichsam via negationis, indem sie im Laufe ihrer Überlegungen eine anfangs zitierte Szene aus dem Unterrichtsalltag Stück für Stück auf seine ihm fehlende Resonanz hin untersucht. Der Akzent der Untersuchung liegt dabei auf der Funktion von Metaphern für das Sprechen über Pädagogik, die zumal dann lohnt, wenn, wie hier, ein physikalischer Begriff nicht nur zur Beschreibung, sondern mehr noch zur normativen Orientierung pädagogischer Beziehungen dienen soll. Auch wenn dies auf den ersten Blick naheliegen mag, scheint doch »Resonanz« in einem einzigen prägnanten Bild auf den Punkt zu bringen, worum es in der Gestaltung pädagogischer Beziehungen geht. Kirschner kann indes zeigen, dass die vermeintliche Prägnanz mit einigen Verkürzungen und Vereinseitigungen des stets sich durch Widersprüche lavierenden Erziehungsgeschäfts erkauft wird.
Noch kein Titelbild vorhanden
Sammelbandohne Peer ReviewPrintDeutsch

Resilienz. Macht. Bildung.

Kirschner, A. (2023). Resilienz. Macht. Bildung. In: Pädagogisches Neusprech. Zur Kritik aktueller Leitbegriffe (S. 187-210) (Band 1). Stuttgart: Kohlhammer.

Abstract
Der Titel von Anne Kirschners Beitrag »Resilienz. Macht. Bildung« bringt in seiner Mehrdeutigkeit das Thema auf den Punkt. Zum einen geht es darum zu klären, inwieweit diese drei Begriffe miteinander verschränkt sind, zum anderen lässt sich die Fügung auch als Frage verstehen: Ist Resilienz inzwischen ein wesentliches Ingrediens von Bildung und was bedeutet das für den Bildungsbegriff? Der Titel strukturiert sogleich den Text. So gibt die Autorin im ersten Teil einen Überblick über die unterschiedlichen Verwendungsweisen der Resilienz auch in der Pädagogik und zeigt u.a., dass der Begriff als ein ressourcenorientiertes Konzept präsentiert wird, das zwar notwendig in Bedrohungsszenarien (Krisen) fun- diert ist, aber zugleich deren Überwindung in Aussicht stellt. Den zweiten Teil ihres Beitrags widmet Kirschner einer genauen Diskursanalyse dieser Lesart von Resilienz, indem sie auf Foucaults Verständnis von Macht und seine diesbezüglichen Studien zur Biopolitik und Gouvernementalität zurückgreift. Ausgehend von dieser theoretischen Basis unterzieht die Autorin das Gutachten des »Aktionsrats Bildung« zum Verhältnis von Bildung und Resilienz einer genauen Analyse und erkennt darin einen durch Bildung vermittelten Zuschnitt der Resilienz auf eine (auch) organisationsbezogene Krisenbewältigungsfähigkeit hin. Im Bildungssektor findet dies seinen Ausdruck in der Propagierung lebenslangen Lernens als Anpassung an sich stets wandelnde gesellschaftliche Verhältnisse, was, so das Gutachten, schulisch am besten durch die digitale Flexibilisierung des Unterrichts und Lehrkräfte als zugeschaltete Lernprozessbegleiter zu verwirklichen sei, also durch die »neue Lernkultur«. Auf diese Weise wird Bildung, so Kirschner abschließend, rein funktional auf eine bloße Bewältigungsstrategie für das Überleben in schweren Zeiten umgedeutet und von emanzipativen Potenzialen abgekoppelt.
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